{"id":57,"date":"2024-08-29T20:47:06","date_gmt":"2024-08-29T20:47:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.moeglichraum.ch\/Steinzeitbirnen\/?p=57"},"modified":"2024-12-05T08:10:58","modified_gmt":"2024-12-05T08:10:58","slug":"test","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/index.php\/2024\/08\/29\/test\/","title":{"rendered":"Hom\u00f6ostase"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Oder: Warum das Gehirn seine eigenen Regeln hat<\/h2>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\" style=\"font-size:18px\"><strong>In K\u00fcrze: <\/strong><br>Hom\u00f6ostase ist ein Zustand der ausgeglichenen chemischen Verh\u00e4ltnisse in jeder K\u00f6rperzelle. Das Gehirn hat die Aufgabe, diesen Zustand m\u00f6glichst zu erhalten. Daf\u00fcr verwendet es \u2013 wenn n\u00f6tig - viel Energie. Das Ziel ist, so schnell wie m\u00f6glich Hom\u00f6ostase herzustellen. Das beeinflusst die gesamte Arbeit des Gehirns.<\/pre>\n\n\n\n<p><br>Eine der Kernfragen, die sich im Zusammenhang um das Gehirn stellen, lautet: \u00ab<em>Wozu hat es sich entwickelt<\/em>\u00bb? Nervenzellen (Neuronen) haben keine direkten Aufgaben im K\u00f6rper. Sie f\u00fchren keine Bewegungen aus, verdauen nichts, nehmen keine Umweltsignale auf. Sie dienen ausschliesslich der Kommunikation. \u00abNeuronen bestehen zum Nutzen des ganzen Organismus. F\u00fcr grundlegende Lebensprozesse sind sie nicht notwendig\u00bb <a href=\"https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/index.php\/literaturverzeichnis\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/index.php\/literaturverzeichnis\/\">(Damasio, 2011, S. 23)<\/a>.<br>Das bedeutet, dass sich im Verlauf der Evolution ein System von Zellen entwickelt hat, dass zwar mit ern\u00e4hrt werden muss, aber keine direkte Arbeitsleistung erbringt. Ein Lebewesen mit Gehirn wird also in der Energieeffizienz nicht besonders gut abschneiden, weil es das Gehirn mit ern\u00e4hren muss. Das kostet viel Energie! Ein menschliches Gehirn braucht schon im Ruhezustand etwa 20% der Energie, die der Organismus gesamthaft ben\u00f6tigt. Weshalb leisten sich Organismen also ein teures und energiefressendes Nervensystem?<\/p>\n\n\n\n<p><br>Der Hirnforscher Antonio Damasio (2011) sieht die Ursache f\u00fcr die Entstehung des Gehirns im Bed\u00fcrfnis der K\u00f6rperzellen. Ihr Bed\u00fcrfnis ist, gen\u00fcgend Nahrung zu haben, es nicht zu kalt oder zu warm zu haben, keinen Substanzen ausgesetzt zu sein, die sie besch\u00e4digen, etc. Es gibt jede Menge Faktoren, die f\u00fcr eine Zelle stimmen m\u00fcssen. Jede Zelle unseres K\u00f6rpers ist angewiesen auf gute Lebensbedingungen. F\u00fcr diese Faktoren gibt es einen engen Bereich, in dem die K\u00f6rperzelle gut leben kann. Weicht einer der Parameter zu stark ab, bedroht das eventuell die Existenz der Zelle, schlimmstenfalls den ganzen Organismus. Die Zelle stirbt wegen Mangelern\u00e4hrung ab, die Zellwand wird zerst\u00f6rt aufgrund von zu grosser Hitze, es gibt nicht genug Fl\u00fcssigkeit &#8211; es gibt f\u00fcr eine K\u00f6rperzelle zahlreiche M\u00f6glichkeiten, zu Tode zu kommen.<br><br><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:69% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"594\" src=\"https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/homoeostase-1024x594.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-84 size-full\" srcset=\"https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/homoeostase-1024x594.jpg 1024w, https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/homoeostase-300x174.jpg 300w, https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/homoeostase-768x445.jpg 768w, https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/homoeostase.jpg 1062w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p style=\"font-size:13px;text-transform:none\">Wenn man alle Messwerte in einer Zelle mit Instrumenten erheben k\u00f6nnte und alle Messwerte im gr\u00fcnen Bereich w\u00e4ren, w\u00e4re die Zelle optimal gesund und optimal versorgt. <\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:13px;text-transform:none\"><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details has-cyan-bluish-gray-background-color has-background is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>Evolution &#8211; eilige Leser k\u00f6nnen diesen Abschnitt \u00fcberspringen.<\/summary>\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Der Zustand der guten Verh\u00e4ltnisse, bei dem die Zelle in einem f\u00f6rderlichen Umfeld leben kann und damit m\u00f6glichst lange am Leben bleibt, wird Hom\u00f6ostase genannt.<br>Es gibt viele Kleinstlebewesen, die \u00fcber kein Nervensystem verf\u00fcgen, dazu geh\u00f6rt die riesige Gruppe der Bakterien. Wenn man eine Ansammlung von Bakterien unter einem Mikroskop beobachtet, verteilen sie sich zuf\u00e4llig irgendwo im Raum. Wenn aber in einer Ecke des beobachteten Raums ein Giftstoff platziert wird, werden sich die Bakterien nach M\u00f6glichkeit von dem Gift wegbewegen. Sie haben wohlgemerkt kein Nervensystem und kein Gehirn. Das Bed\u00fcrfnis nach Hom\u00f6ostase ist \u2013 so die Theorie &#8211; der Antrieb f\u00fcr diese Bewegung. Die einzelligen Lebewesen k\u00f6nnen die Bedrohung ihrer Hom\u00f6ostase sp\u00fcren und reagieren direkt darauf. Sie sp\u00fcren den Giftstoff.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"612\" height=\"401\" src=\"https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/dinoflagellat1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-105 size-full\" srcset=\"https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/dinoflagellat1.png 612w, https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/dinoflagellat1-300x197.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 612px) 100vw, 612px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Dinoflagellaten sind einzellige Lebenwesen, die sich mit Hilfe der beiden Flagellen im Wasser fortbewegen k\u00f6nnen<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Als die ersten Lebewesen im Verlauf der Evolution immer mehr Zellen zusammenbrachten, wurde es n\u00f6tig, die Bewegungen und Aktivit\u00e4ten der einzelnen Zellen zu koordinieren. Zu diesem Zweck hat die Natur chemische Botenstoffe erfunden, die alle Zellen schnell in eine einheitliche Reaktion versetzen k\u00f6nnen. Bei Gefahr sind blitzschnell alle Zellen informiert und das mehrzellige Gebilde kann die Flucht ergreifen. Das ist oft hilfreich, doch es ist nicht immer sinnvoll, wenn alle Zellen das Gleiche tun. Es w\u00e4re z.B. gut, die Richtung einer Fluchtbewegung gezielt beeinflussen zu k\u00f6nnen.<br>Ein differenzierterer Schritt, die Koordination zu verfeinern, war die Entwicklung des Nervensystems: Nun gab es nicht mehr nur ein- und dieselbe Reaktion f\u00fcr alle Zellen, sondern gezielte Reaktionen der Zellen, die wirklich reagieren mussten. Es war ein Meilenstein in der Koordination von Bewegungen, der da vor Millionen von Jahren stattgefunden hat. Kleine, mehrzellige Wesen konnten sich nun koordiniert von einer Gefahrenquelle wegbewegen. So hat alles angefangen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"543\" height=\"486\" src=\"https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/dinoflagellat2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-107 size-full\" srcset=\"https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/dinoflagellat2.png 543w, https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/dinoflagellat2-300x269.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 543px) 100vw, 543px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Wenn mehrere Dinoflagellaten in einem Organismus zusammenarbeiten sollen, muss man die Bewegung der Flagellen koordinieren. Als schematische Darstellung orange markiert sind die Verbindungen, die dazu n\u00f6tig sind: Das Nervensystem.<\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/details>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"673\" src=\"https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/homoeostase-1-1024x673.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-112 size-full\" srcset=\"https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/homoeostase-1-1024x673.jpg 1024w, https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/homoeostase-1-300x197.jpg 300w, https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/homoeostase-1-768x505.jpg 768w, https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/homoeostase-1.jpg 1139w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Wenn der Zustand der Hom\u00f6ostase bedroht ist, wird das Nervensystem alarmiert. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Um die Aufgabe, den K\u00f6rper m\u00f6glichst umfassend zu sch\u00fctzen, zu meistern, wurde das Gehirn des Menschen im Verlauf der Evolution mit zwei besonders ausgepr\u00e4gten F\u00e4higkeiten ausgestattet. Sie sind ein wesentlicher Teil des evolution\u00e4ren Erbes, dass man in einer weiter entwickelten Variante bei heutigen Menschen sehen und auch nutzen kann:<\/p>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details has-cyan-bluish-gray-background-color has-background is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>Die F\u00e4higkeit, in Bildern und Karten zu denken<\/summary>\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Das Gehirn ist enorm gut informiert \u00fcber jedes Detail unseres K\u00f6rpers und im Fall der beweglichen Gliedmassen nicht nur \u00fcber deren Zustand, sondern auch \u00fcber deren Stellung im Raum. Dar\u00fcber hinaus hat es den Raum, die r\u00e4umlichen Verh\u00e4ltnisse und alles, mit dem wir eventuell interagieren k\u00f6nnten, im Blick.<\/p>\n\n\n\n<p>Es hat eine grosse St\u00e4rke, Karten und Bilder im Gehirn entwerfen und abbilden zu k\u00f6nnen. Es gibt in der Grosshirnrinde grosse Bereiche mit Nervenzellen, die in symmetrischen Mustern, \u00e4hnlich einem Gitternetz, angeordnet sind. Das sind Bereiche, die geschaffen sind, um Bilder zu speichern und zu analysieren. Denken Sie an einen Basketballspieler, der den Ball hebt, wirft und \u00fcber eine Distanz von mehreren Metern diesen kleinen Ring des Korbs trifft. Eine Symphonie der Bewegungskoordination, die dabei abl\u00e4uft!<\/p>\n\n\n\n<p><br>Es gibt in manchen Bereichen des Gehirns eine kartografische Ordnung <a href=\"https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/index.php\/literaturverzeichnis\/\" data-type=\"page\" data-id=\"39\">(Damasio, 2011, S.55)<\/a>. So kann ein Mensch auf der Basis dieser Daten die Situation nach Chancen und Gefahren hin einsch\u00e4tzen und bewerten. Nat\u00fcrlich konnte unser Basketballspieler diese Karte auch nutzen. Wenn sie schon einmal angelegt ist, warum nicht? Es geht schliesslich nicht immer nur ums \u00dcberleben.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Der Einfluss dieser Kompetenz auf die Entwicklung weiterer Kompetenzen, die f\u00fcr Menschen typisch sind, l\u00e4sst sich auch jetzt in diesem Moment gut beobachten: Denken Sie an die F\u00e4higkeit, sich aus einem gelesenen oder geh\u00f6rten Text ein inneres Bild von dem Inhalt zu machen. Denken Sie daran, wie Sie eine Erkl\u00e4rung erst dann richtig verstehen, wenn Sie ein inneres Bild von dem Zusammenhang sehen k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man es in dem Kontext betrachtet, wird klar, was f\u00fcr eine erstaunliche Leistung das Gehirn da vollbringt. Man braucht viel Rechenleistung, um an einem Computer Bilder zu bearbeiten, vor allem, wenn sie sich auch noch bewegen sollen. Dasselbe gilt auch f\u00fcr das Gehirn: Es hat im Bereich der Bilderzeugung eine enorme Leistungsf\u00e4higkeit. In dieser F\u00e4higkeit, innere Bilder zu erzeugen steckt ein enormes Potential.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details has-cyan-bluish-gray-background-color has-background is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>Die F\u00e4higkeit, Vorhersagen zu treffen<\/summary>\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Das Gehirn kann auf der Basis der Informationen, die der K\u00f6rper und die Sinne zur Verf\u00fcgung stellen, Vorhersagen erstellen. Es sind Vorhersagen, was in n\u00e4chster Zukunft eventuell passieren k\u00f6nnte. Diese Vorhersagen haben eine deutlich<br>lebensverl\u00e4ngernde Wirkung, wenn sie auf Gefahrensituationen aufmerksam machen, so hat sich diese F\u00e4higkeit auch entwickelt: \u00abAchtung, das da in der Ferne k\u00f6nnte ein L\u00f6we sein. Wenn der mir zu nahe kommt, endet das schlecht. Ich sollte einen anderen Weg suchen\u00bb. <\/p>\n\n\n\n<p>Damit hat sich der Aufwand, sich ein derartig komplexes Gehirn zu leisten, schon gelohnt: Ohne die Vorhersage einer drohenden Gefahr endet das Leben unter Umst\u00e4nden schneller.<br>Um die Vorhersagen immer weiter zu verfeinern, evaluiert das Gehirn die Vorhersagen. <\/p>\n\n\n\n<p>Tritt nicht das ein, was sich das Gehirn ausgedacht hat, wird es besonders aktiv. Es versucht, heraus zu finden, warum die Vorhersage nicht eingetroffen ist. Daraus ergibt sich wieder neues Wissen, auf dessen Basis die Vorhersagen immer weiter verfeinert werden k\u00f6nnen. Man kann es auch Erfahrung nennen. <\/p>\n\n\n\n<p>Erfahrene Autofahrer k\u00f6nnen Gefahren besser einsch\u00e4tzen, erfahrene Piloten meistern auch schwierigste Situationen. Die Basis der Erfahrung ist die st\u00e4ndige Evaluation der Vorhersagen, die das Gehirn trifft.<br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"626\" src=\"https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/homoeostase2-1024x626.jpg\" alt=\"Vorhersagen zu treffen ist lebensverl\u00e4ngernd\" class=\"wp-image-111\" srcset=\"https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/homoeostase2-1024x626.jpg 1024w, https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/homoeostase2-300x183.jpg 300w, https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/homoeostase2-768x469.jpg 768w, https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/homoeostase2-1536x938.jpg 1536w, https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/homoeostase2-2048x1251.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><br>Die Mathematik ist wohl die K\u00f6nigsdisziplin der Vorhersagen: Sie dient dazu, vorherzusagen, was geschehen wird. Welche Menge wird vorhanden sein, wenn mehrere kleinere Mengen zusammenkommen? Ab welchem Gewicht wird eine Br\u00fccke instabil? Wo k\u00f6nnen wir mit einer Weltraumsonde nahe an einem Asteroiden vorbeifliegen, ohne mit ihm zu kollidieren? <\/p>\n\n\n\n<p>Es l\u00e4sst sich leicht ausmalen, wie weit die F\u00e4higkeit, logische Zusammenh\u00e4nge zu erkennen, die Menschheit gebracht hat. Das logische Denken ist das Ergebnis der Bem\u00fchungen, die Vorhersagen m\u00f6glichst genau hin zu bekommen. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Mathematik hebt die Vorhersagen auf dir Ebene des Abstrakten. Nicht alle Gehirne k\u00f6nnen diese Abstraktion auf dem gleichen Niveau leisten. Dass es in unserer Kultur Systeme wie die Schriftsprache oder ein Periodensystem der chemischen Elemente gibt, basiert auf der F\u00e4higkeit des Gehirns, abstrakte Zusammenh\u00e4nge zu erfassen.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<p><br><br>Es gibt einige grundlegende Prinzipien, nach denen das Gehirn funktioniert. Das Prinzip der Hom\u00f6ostase ist eines davon. Im Kern geht es darum, dass es uns gut gehen muss, sonst reagiert das Gehirn. Es kann dann Hormone aussch\u00fctten, mit denen es unsere Emotionen beeinflusst. Es k\u00f6nnte zum Beispiel Adrenalin ausstossen, was uns direkt in eine Stressreaktion bewegen w\u00fcrde. <\/p>\n\n\n\n<p>Verfolgt man diese Spur weiter, dann landet man bei den Begriffen &#8222;Koh\u00e4renz&#8220; und &#8222;Inkoh\u00e4renz&#8220;, die der deutsche Hirnforscher Gerald H\u00fcther gepr\u00e4gt hat. Das auszubreiten ist Stoff f\u00fcr einen neuen Blogbeitrag. Koh\u00e4renz ist f\u00fcr ihn der Zustand, f\u00fcr den f\u00fcr das Gehirn alles stimmt:  Das klingt \u00e4hnlich wie der Zustand der Hom\u00f6ostase. <\/p>\n\n\n\n<p>Beide Begriffe definieren einen Grundmechanismus im Gehirn: Hom\u00f6ostase herzustellen ist das oberste Ziel. Bei Gerald H\u00fcther heisst es analog, Koh\u00e4renz herzustellen sei das oberste Ziel. <\/p>\n\n\n\n<p>Das bedeutet, das Gehirn wird einen schnellen und effektiven Weg suchen, Hom\u00f6ostase oder Koh\u00e4renz herzustellen. Nicht der lange, komplizierte Weg, nein der schnelle Weg soll es sein. Energie bereitzustellen f\u00fcr komplizierte Denk- und Entwicklungsarbeit ist f\u00fcr das Gehirn erst mal nicht attraktiv. Das sollte man im Hinterkopf behalten, wenn man verstehen m\u00f6chte, wie die Gehirne von Menschen arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich werde diesem Thema noch einige Beitr\u00e4ge widmen m\u00fcssen, was so einfach klingt, f\u00fchrt zu weitreichenden Folgen im Verhalten von Menschen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oder: Warum das Gehirn seine eigenen Regeln hat In K\u00fcrze: Hom\u00f6ostase ist ein Zustand der ausgeglichenen chemischen Verh\u00e4ltnisse in jeder K\u00f6rperzelle. Das Gehirn hat die Aufgabe, diesen Zustand m\u00f6glichst zu erhalten. 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