{"id":205,"date":"2025-02-19T08:52:24","date_gmt":"2025-02-19T08:52:24","guid":{"rendered":"https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/?p=205"},"modified":"2025-02-19T08:52:24","modified_gmt":"2025-02-19T08:52:24","slug":"der-dopamin-tradeoff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/index.php\/2025\/02\/19\/der-dopamin-tradeoff\/","title":{"rendered":"Der Dopamin Tradeoff"},"content":{"rendered":"\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">In K\u00fcrze: Der Dopamin Tradeoff beschreibt, wie das Gehirn zwischen Konzentration und Ablenkbarkeit umschaltet. Daraus kann man R\u00fcckschl\u00fcsse ziehen \u00fcber das Lernen und den Umgang mit Konzentrationsst\u00f6rungen.<\/pre>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details has-background is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\" style=\"background-color:#ecf2f7\"><summary>Die Entdeckung des Dopamins im Jahre 1955 (eilige Leser k\u00f6nnen das \u00fcberspringen)<br><\/summary>\n<p>I<em>m Jahre 1955 experimentierten Wissenschaftler mit Ratten, denen sie Elektroden in das Gehirn einsetzten. Diese Elektroden sendeten schwache elektrische Str\u00f6me aus und stimulierten die Aktivit\u00e4t des Gehirns an der gew\u00fcnschten Stelle auf Knopfdruck. James Olds, einem der Forscher, passierte beim Einsetzen der Elektrode bei einer Ratte ein kleiner Fehler: Er verfehlte die Gehirnregion, die eigentlich f\u00fcr die Untersuchung vorgesehen war. Er traf stattdessen das Septum, eine Region des limbischen Systems. <\/em><br><em>Was dann folgte, war erstaunlich: Um einen Stromimpuls auf die Elektrode zu erhalten, musste die Ratte Aufgaben erlernen. Die Ratte erlernte alle Aufgaben in Rekordzeit. Sie schien regelrecht s\u00fcchtig nach den Stromst\u00f6ssen in das Septum zu sein. Schliesslich kam ein Wissenschaftler aus dem Team auf die Idee, der Ratte einen Taster zu geben, mit dem sie sich selber Stromst\u00f6sse in das Septum geben konnte. Was dann geschah, war noch viel erstaunlicher: Die Ratte dr\u00fcckte wild auf den Taster, schien gar nicht genug bekommen zu k\u00f6nnen von den Stromst\u00f6ssen. Sie schien keine M\u00fcdigkeit mehr zu kennen und keinen Hunger. Erst als man die Stromzufuhr abschaltete, konnte die Ratte schlafen. (Olds, 1955).<\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"749\" src=\"https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/dopamin4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-206 size-full\" srcset=\"https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/dopamin4.jpg 768w, https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/dopamin4-300x293.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Der Dopamin Pegel steigt stetig an, wenn oft genug auf den Taster gedr\u00fcckt wird<\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/details>\n\n\n\n<p>Was war das urspr\u00fcngliche Konzept des Dopamins im Verlauf der Evolution? Im Beitrag \u00fcber Paul Mc Leans Ideen (<a href=\"https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/index.php\/2024\/12\/05\/paul-mc-lean-die-drei-teile-des-gehirns\/\">hier geht es zum Blogbeitrag<\/a>) konnte sich ein Steinzeitmensch besonders gut auf die Jagd konzentrieren, wenn sein Gehirn Dopamin ins Blut ausgesch\u00fcttet hatte.  Der Ausstoss von Dopamin erfolgt im Gehirn bevor ein Verhalten gezeigt wird. Dopamin befeuert Verhalten (<a href=\"https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/index.php\/literaturverzeichnis\/\" data-type=\"page\" data-id=\"39\">Sapolsky, 2004, S. 357<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt kommt eine Komponente dazu, die \u00fcberraschen wird: Wenn eine Versuchsperson eine Aufgabe erh\u00e4lt und daf\u00fcr eine Belohnung in Aussicht gestellt bekommt, steigt der Dopamin Level im Blut an. Bekommt diese Testperson aber eine Aufgabe gestellt und es besteht nur die M\u00f6glichkeit, dass es eine interessante Belohnung gibt, steigt der Dopamin Level im Blut noch h\u00f6her. Den h\u00f6chsten Stand erreicht der Dopamin Level zu der Zeit, in der <em>m\u00f6glicherweise<\/em> die Belohnung kommen <em>k\u00f6nnte<\/em>. Auch wenn sich die Testperson nicht sicher sein kann, dass es auch tats\u00e4chlich eine Belohnung geben wird (Sapolsky, 2004,<a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Why-Zebras-Dont-Ulcers-Revised\/dp\/0805073698\"> Buchbeschreibung auf Amazon<\/a>). Damit l\u00e4sst sich die Eigenschaft des Dopamins sch\u00f6n illustrieren: Dopamin steigert nicht unsere Konzentration, weil wir das wollen. Dopamin steigert unsere Konzentration, weil wir der Meinung sind, dass am Ende f\u00fcr diese M\u00fche eine Belohnung auf uns wartet.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"877\" height=\"603\" src=\"https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/dopamin5.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-208 size-full\" srcset=\"https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/dopamin5.jpg 877w, https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/dopamin5-300x206.jpg 300w, https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/dopamin5-768x528.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Die Eigenschaft des Dopamins ist, uns Appetit zu machen. Das Gef\u00fchl des Appetits ist st\u00e4rker als das S\u00e4ttigungsgef\u00fchl nach dem Essen. Dopamin befeuert unsere Konzentration, wenn wir die Vorstellung haben, es g\u00e4be etwas zu gewinnen. In der Folge dessen ist also eines wichtig: Wenn wir lernen sollen, m\u00fcssen wir wissen wof\u00fcr. Das macht den Appetit \u2013 es definiert den zu erwartenden Gewinn.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\"><em>Ein Beispiel, dass viele kennen ist die Vorbereitung auf eine F\u00fchrerscheinpr\u00fcfung: Niemand wird behaupten, dass die Fragen und die Verkehrsregeln allzu interessant und motivierend sind. Trotzdem lernen jeden Tag viele Menschen eifrig genau diese Regeln und bereiten sich minuti\u00f6s auf die Pr\u00fcfung vor. Die Belohnung ist es, die das erm\u00f6glicht. Ein Auto fahren zu d\u00fcrfen.<\/em><\/pre>\n\n\n\n<p>Wenn Dopamin das Lernen befl\u00fcgelt, warum gibt es keine Dopamin Bonbons oder Dopamin Energiedrinks? Die Antwort lautet: Die Zusammenh\u00e4nge im Gehirn rund um das Dopamin sind daf\u00fcr viel zu komplex. Eine Ahnung von der Komplexit\u00e4t gibt der \u00ab<em>Dopamin Tradeoff<\/em>\u00bb (<a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/abs\/pii\/S0893608002000497?via%3Dihub\">nach Durstewitz\/ Seamans, 2002<\/a> \/ <em>link zum Artikel<\/em>):<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt nach aktuellem Stand der Forschung 5 verschiedene Rezeptoren f\u00fcr Dopamin. Sie finden sich in Ansammlungen der Zellk\u00f6rpern von Nervenzellen, die bei Kontakt mit Dopamin ganze Kaskaden von Reaktionen unseres Nervensystems ausl\u00f6sen werden. Die wichtigste Ansammlung an Dopamin Rezeptoren heisst <em>Nucleus Accumbens<\/em>, hier konzentrieren sich viele dieser Rezeptoren (<a href=\"https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/index.php\/literaturverzeichnis\/\" data-type=\"page\" data-id=\"39\">G\u00fcnt\u00fcrk\u00fcn, 2019, S.67<\/a>).\u00a0 Der \u00ab<em>Dopamin Tradeoff<\/em>\u00bb beschreibt nur das Zusammenspiel zwischen den Rezeptoren \u00ab<em>D1<\/em>\u00bb und \u00ab<em>D2<\/em>\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"707\" src=\"https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/dopamin6-1024x707.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-209\" srcset=\"https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/dopamin6-1024x707.jpg 1024w, https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/dopamin6-300x207.jpg 300w, https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/dopamin6-768x530.jpg 768w, https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/dopamin6-1536x1061.jpg 1536w, https:\/\/steinzeitbirnen.moeglichraum.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/dopamin6-2048x1414.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Rezeptoren \u00ab<em>D1<\/em>\u00bb reagieren auf eine bestimmte Menge an Dopamin Molek\u00fclen im Blut. Ist die Konzentration erreicht, sprechen die Rezeptoren an und l\u00f6sen \u00fcber das Zusammenspiel zahlreicher Synapsen eine hohe Fokussierung des Gehirns aus. Im Arbeitsspeicher des pr\u00e4frontalen Kortex wird alles, was zu dem Thema verf\u00fcgbar ist, geladen. Es findet eine Fokussierung auf das <em>Signal<\/em> statt, das <em>Rauschen<\/em> wird unterdr\u00fcckt. Als <em>Rauschen<\/em> wird die \u00fcbliche Grundaktivit\u00e4t des Gehirns und der Wahrnehmung bezeichnet. Als <em>Signal<\/em> werden Gedanken bezeichnet, die im Bewusstsein deutlich wahrgenommen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rezeptoren des Typs \u00ab<em>D1<\/em>\u00bb wirken also wie ein Verst\u00e4rker einzelner Gedanken.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Rezeptoren \u00ab<em>D2<\/em>\u00bb reagieren auf eine geringere Menge an Dopamin Molek\u00fclen. Diese Rezeptoren haben eine gegens\u00e4tzliche Wirkung: Die Konzentration auf Details findet kaum statt, es gibt wenig Unterschied zwischen Signal und Rauschen. Es ist kein Zustand der Aktivit\u00e4t, aber ein Zustand der Bereitschaft. In diesem Modus ist die Aufmerksamkeit frei, sich auf etwas Neues zu fokussieren, wenn es n\u00f6tig sein sollte. Bis dahin l\u00e4uft das Gehirn im Energiesparmodus.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rezeptoren des Typs \u00ab<em>D<\/em>2\u00bb sorgen daf\u00fcr, dass die Aufmerksamkeit nirgends fokussiert ist.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dopamin h\u00e4lt nicht lange, es gibt immer nach dem Ausstoss des Dopamins eine stetige Abnahme der Konzentration im Blut. Die Abnahme kann nur durch einen weiteren Ausstoss an Dopamin unterbrochen werden. Kommt dieser Ausstoss nicht, werden die \u00ab<em>D2<\/em>\u00bb Rezeptoren unweigerlich aktiv. Es ist nur eine Frage der Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p>In einem Arbeitsspeicher, der mit einem bunten Allerlei an Informationen arbeitet, wird es andere Denkprozesse geben, wie in einem Arbeitsspeicher, der sich auf etwas konzentriert. Daher ist es eine gute Idee, nach Wegen zu suchen, die den Ausstoss von Dopamin im entscheidenden Moment anregen. Das w\u00fcrde das Lernen wesentlich erleichtern. Man kann anhand der Eigenschaften des Dopamins auch ableiten, dass die hohe Konzentration nur \u00fcber eine begrenzte Zeit aufrechterhalten werden kann. Danach flacht die Aufmerksamkeit unwillk\u00fcrlich ab.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dopamin und Lernen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist naheliegend, dass Dopamin nicht lange haltbar ist. Es ist daher hilfreich, Dopamin einzusetzen, wenn etwas wirklich verstanden werden soll, wenn zum Beispiel etwas Neues in die vorhandene Struktur im Ged\u00e4chtnis integriert werden muss, etc. Wenn der Pegel des Dopamins abflacht, ist es eher sinnvoll, Dinge zu tun, die durch h\u00e4ufige Wiederholung im Gehirn vernetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute ist es eigentlich normal, dass man zu Beginn einer Unterrichtslektion, Fortbildung etc. einen \u00dcberblick gibt, was es zu lernen gibt und was das Ziel der Veranstaltung ist. Das kommt den Bed\u00fcrfnissen des pr\u00e4frontalen Kortex sehr entgegen. Er braucht eine Struktur, eine Vorstellung, was das f\u00fcr einen Sinn ergeben soll, was der zu erwartende Gewinn sein k\u00f6nnte. Jetzt kann er sich entscheiden, das es sich lohnt, das Thema in den Vordergrund zu r\u00fccken.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus der Kenntnis \u00fcber die Wirkung des Dopamins ist es sinnvoll, schon bald mit den wesentlichen Dingen anzufangen, die mit der Veranstaltung vermittelt werden sollen. Der Dopamin Level sollte nach einer kurzen, einleitenden \u00abEinheizphase\u00bb am h\u00f6chsten sein. Es ist zu erwarten, dass der Dopamin Level wieder sinken wird, je weiter die Zeit fortschreitet. Das ist die Zeit, in der eine Festigungs- oder Vertiefungsphase gut passen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Auch heute noch kann man beobachten, dass versucht wird, \u00fcber lange Zeitspannen komplexe Inhalte in einem langen, nicht enden wollenden Vortrag zu vermitteln. Die pr\u00e4frontalen Kortexe der Sch\u00fclerInnen oder StudentInnen m\u00fcssen enorme Kr\u00e4fte haben. Oder sie gehen w\u00e4hrend des Vortrags ab und zu in einen Energiesparmodus. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Was man ebenfalls immer wieder sieht, sind Vortr\u00e4ge, die mit langen Begriffsdefinitionen beginnen. Das ist zwar verst\u00e4ndlich aus der Sicht eines Referenten. Man will es ja richtig machen, nichts auslassen, was nachher noch von Bedeutung sein k\u00f6nnte. Die Frage ist dabei, wie das aus der Sicht des pr\u00e4frontalen Kortex aussieht: Sieht er die Notwendigkeit, noch weiter Dopamin auszusch\u00fctten, um dem Vortrag aufmerksam zu folgen? Es w\u00e4re auch folgende Variante denkbar: Wenn die Zuh\u00f6rer noch wach und aufmerksam sind und der Dopamin Level hoch ist, werden die Begrifflichkeiten definiert. Das wird als wenig motivierend empfunden, der Dopamin Spiegel sinkt ab. Wenn die eigentlichen Zusammenh\u00e4nge er\u00f6rtert werden, h\u00f6rt kaum noch jemand zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Zusammenhang ist wichtiger als die Definition, das Gehirn muss einen Zusammenhang haben, um zu wissen, wo das Geh\u00f6rte hin gespeichert werden muss. Daher m\u00f6chte unser pr\u00e4frontaler Kortex erst den Zusammenhang, dann besch\u00e4ftigt er sich eher mit den Details, wie z.B. Definitionen.<\/p>\n\n\n\n<p>Leistung ist im Gehirn nicht unendlich verf\u00fcgbar. Es muss einen Grund geben, wenn Leistung mobilisiert wird. \u00dcber die Bereitstellung von Ressourcen entscheidet im Gehirn vor allem eine Instanz: Der Zugang zum Dopamin liegt im pr\u00e4frontalen Kortex. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#e7e7e7\"><strong>Was heisst das f\u00fcr den Alltag?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"has-background\" style=\"background-color:#e7e7e7\">Dopamin ist der Schl\u00fcssel zur maximalen Gehirnaktivit\u00e4t. Die maximal m\u00f6gliche Anzahl an neuen Synapsen wird beim Lernen mit Hilfe von Dopamin erreicht.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"has-background\" style=\"background-color:#e7e7e7\">Auf eine Phase von hoher Dopamin Konzentration folgt eine Phase von niedriger Dopamin Konzentration. Lernvorg\u00e4nge m\u00fcssen unterteilt sein in \u00abSprints\u00bb, bei denen viel Gehirnaktivit\u00e4t n\u00f6tig ist und ruhigen Phasen, bei denen mit wenig Gehirnaktivit\u00e4t gearbeitet werden kann. <\/li>\n\n\n\n<li class=\"has-background\" style=\"background-color:#e7e7e7\">Beim \u00abSprint\u00bb k\u00f6nnen neue Kompetenzen erworben werden. In Ruhephasen k\u00f6nnen sie eher angewendet oder die Anwendung ge\u00fcbt werden.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"has-background\" style=\"background-color:#e7e7e7\">Die Erwartung eines Gewinns setzt Dopamin frei. Der Gewinn selbst setzt kein Dopamin mehr frei. Der Gewinn dient nur dazu, das gezeigte Verhalten zu best\u00e4tigen f\u00fcr ein n\u00e4chstes Mal.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"has-background\" style=\"background-color:#e7e7e7\">Erfolgreiches Lernen macht ein zufriedenes Gef\u00fchl. Das Gehirn wird es immer wieder tun wollen. Manche Menschen wissen nicht, wie sie erfolgreich lernen k\u00f6nnen. Sie erleben das zufriedene Gef\u00fchl nicht, stattdessen erleben sie Frustration. Lernen wird so zu einer belastenden Erfahrung.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Februar 2025 Andreas Illenberger<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In K\u00fcrze: Der Dopamin Tradeoff beschreibt, wie das Gehirn zwischen Konzentration und Ablenkbarkeit umschaltet. Daraus kann man R\u00fcckschl\u00fcsse ziehen \u00fcber das Lernen und den Umgang mit Konzentrationsst\u00f6rungen. Was war das urspr\u00fcngliche Konzept des Dopamins im Verlauf der Evolution? 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